.: 2007 :.


:: Felton kämpft gegen American Water - und RWE ::

· tar, den 28.12.07 in Amerika, Liberalismus, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: tagesschau.de

Das Wasser kommt aus der selben Quelle wie im Nachbarort, kostet aber das Doppelte. Die Bürger der kleinen kalifornischen Gemeinde sehen den Grund dafür in der privatisierten Wasserversorgung und in der Preispolitik der RWE-Tochter American Water - und wehren sich.

Mitten in Kalifornien findet der Kampf Davids gegen Goliath statt. David, das sind die Mitglieder der Bürgerinitiative "Flow" aus dem kleinen Ort Felton, etwa anderthalb Autostunden südlich von San Francisco. "Flow" steht für "Feltoner Bürgern gehört das Wasser". Getroffen haben sie sich an diesem Nachmittag im Wohnzimmer von Barbara Sprenger, die ihre Sprecherin ist. Die jüngsten Mitstreiter in der Bürgerinitiative sind Jugendliche, der älteste unter den Älteren ist Frank, 86 Jahre alt – und er erzählt auch gleich, um was es den Leuten von "Flow" geht: "Das Wasser hier gehört den Menschen in Kalifornien – und sonst Niemandem."

"Manche können die Gebühren nicht mehr zahlen"

Aufgebracht sind die Bürger von Felton - denn für die Wasserversorgung in ihrem Ort ist das Unternehmen American Water zuständig, und American Water wiederum gehört zum Deutschen Energiekonzern RWE. Das deutsche Großunternehmen mit Sitz in Essen ist einer der größten privaten Wasserversorger in den USA. Ein wahrer Goliath, den es zu bekämpfen gilt, findet Sprenger: "Wir fingen an zu fragen: Warum und wieso gehört unser Wasser jetzt einem Unternehmen in einem fremden Land – das macht doch keinen Sinn, dachten wir, und das war dann der Grund, dass wir uns dagegen formiert haben."

Dabei würde man den deutschen Wasservertreiber noch akzeptieren, wenn nicht die Preise ununterbrochen steigen würden, argumentiert die 76jährige Francis: "Wir wollen, dass die Wasserversorgung wieder unter öffentliche und kommunale Verantwortung kommt; denn wir haben gesehen, wie katastrophal es ist, wenn ein multinationaler Konzern das übernimmt. Manche Menschen können die Gebühren nicht mehr zahlen, die American Waters verlangt."..

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:: "Konjunkturbarometer" Amazon verblüfft ::

· tar, den 27.12.07 in Amerika, Börse, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: boerse.ard.de

Der US-Online-Einzelhändler Amazon hat das stärkste Weihnachtsgeschäft seiner Geschichte verzeichnet. Das mildert die Sorgen der Anleger über eine mögliche Zurückhaltung der amerikanischen Käufer.

Zunächst hatten noch Ängste über die Konjunktur-Entwicklung die US-Börsen nach der Weihnachtspause belastet. Der Einzelhändler Target hatte eine Umsatzwarnung ausgegeben.

Nicht so Amazon: Das Weihnachtsgeschäft 2007 sei das stärkste seit Bestehen der Firma im Jahr 1994 gewesen, erklärte Amazon.com am Mittwoch auf seiner Internet-Seite. Konkrete Zahlen für den gesamten Zeitraum wurden nicht mitgeteilt - allerdings bestimmte Daten für einzelne Tage...

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:: US-Häuser werden billiger ::

· tar, den 27.12.07 in Amerika, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: n-tv.de

Die Hauspreise in den USA fallen im Rekordtempo und schüren die Furcht vor einer Rezession in der weltgrößten Volkswirtschaft. Dem angesehenen S&P/Case-Shiller-Hauspreisindex zufolge kostete ein Einfamilienhaus im Oktober fast sieben Prozent weniger als vor einem Jahr. Dieses Minus übertraf sogar den bisherigen Rekord-Rückgang vom April 1991. Innerhalb eines Monats fielen die Preise im Schnitt um 1,4 Prozent. Die Daten sind ein weiterer Beleg dafür, dass die Immobilienkrise in den USA noch längst nicht überwunden ist...

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:: Gewerkschaften verlangen Gehalts-Boom 2008 ::

· tar, den 26.12.07 in Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegel.de

Überfällig oder gefährlich? Gewerkschaftschef Sommer fordert massive Lohnerhöhungen 2008 - wegen deutlich gestiegener Gewinne und Managergehälter. Doch genau davor warnen führende Wirtschaftsforscher: Deutschland könne sich keinesfalls hohe Tarifabschlüsse leisten.

Der DGB-Vorsitzende Michael Sommer verlangt deutliche Lohnerhöhungen im neuen Jahr - aus "mehreren guten Gründen", sagte er an Weihnachten. Die Inflation sei hoch, und "die Gewinne steigen rasch auf breiter Front". Daran müssten die Beschäftigten besser beteiligt werden. Hinzu kämen "die oft maßlosen Erhöhungen der sowieso üppigen Managergehälter und die gute Entwicklung der Produktivität".

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute warnen dagegen vor zu hohen Tarifabschlüssen. Der Präsident des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) in Essen, Christoph M. Schmidt, forderte eine "beschäftigungsorientierte Lohnpolitik": Deutschland habe schließlich immer noch mehr als 3,5 Millionen Arbeitslose. Auch die beschleunigte Inflation erhöhe "nicht den Verteilungsspielraum", da sie in erster Linie auf steigende Weltmarktpreise zurückzuführen sei. Schmidt: "Vor diesem Hintergrund halten wir Tarifabschlüsse von im Durchschnitt um die zwei Prozent für beschäftigungsfördernd."..

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:: Autobauer schönen Bücher ::

· tar, den 26.12.07 in Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: n-tv.de

Die deutschen Autobauer haben im November einem Experten zufolge mit massiven Eigenzulassungen einen deutlicheren Absatzeinbruch verhindert. Fast jeder dritte Neuwagen sei auf den Hersteller oder Händler zugelassen worden, zitierte die Münchner "Abendzeitung" den Autoexperten Ferdinand Dudenhöffer von der Fachhochschule Gelsenkirchen. Das sei ein sehr hoher Anteil.

Diese Autos kämen als Tageszulassung oder Vorführwagen Anfang kommenden Jahres mit massiven Preisnachlässen auf den Markt, prognostizierte Dudenhöffer. Hintergrund seien Probleme gerade der Massenhersteller Opel, Volkswagen und Ford, ihre Autos zu regulären Preisen zu verkaufen, heißt es in dem Bericht weiter...

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:: Chavez will lieber Tauschhandel statt Dollars ::

· tar, den 26.12.07 in Amerika, Liberalismus, Lösungen, Politik, Probleme, Wirtschaft

Quelle: netzeitung.de

Eine utopistische Idee brachte der venezolanische Präsident Chavez auf das internationale Parkett. Er wolle das Öl seines Landes lieber im Tausch handeln, statt für US-amerikanische Dollars zu verkaufen.

Der venezolanische Präsident Hugo Chávez will mit dem Öl seines Landes den Einfluss der USA in Lateinamerika und der Karibik eindämmen. Die Nachbarstaaten Venezuelas könnten für Öllieferungen auch mit Waren oder Dienstleistung bezahlen, schlug Chavez am Freitag auf dem Gipfeltreffen der karibischen Erdölorganisation Petrocaribe vor. Kuba ist auf dieses Angebot schon eingegangen.

«Wir glauben an Solidarität, Kooperation und die gemeinsame Fähigkeit, unsere Länder zum Wohle unserer Völker zu entwickeln», sagte der amtierende kubanische Staatschef Raul Castro Chavez bei der Eröffnung der mit venezolanischer Unterstützung renovierten Raffinerie Camilo Cienfuegos. Diese aus Sowjetzeiten stammende Anlage stand mehr als ein Jahrzehnt still...

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:: Was würde die EU-Verfassung für jeden einzelnen bedeuten? ::

· tar, den 25.12.07 in Deutschland, Europa, Lügen, Politik, Probleme, Soziales, Verschwörung

Vortrag zum Thema von Prof. Dr. Karl Albrecht Schachtschneider in Salzburg, März 2007.

Teil 1

Teil 2

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:: Die MiniMaxiGagaLohndiskussion ::

· tar, den 23.12.07 in Deutschland, Liberalismus, Lügen, Medien, Politik, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegelfechter.com

Die öffentliche Diskussion über Managergehälter ähnelt in ihrer ganzen Aufgeregtheit einer Nebelkerze, die den Blick auf die sozialen und wirtschaftlichen Realitäten in diesem Land verwischt. Niemanden wird es besser gehen, wenn Herr Ackermann nur noch die Hälfte an Bezügen bekommt. Sicher, die extrem hohen Bezüge einiger Herrschaften der Belle Etage der deutschen Wirtschaft mögen ungerecht erscheinen – dies sind sie auch, aber letztendlich sind sie Marktpreise. Mc Donalds bezahlt dem Boulevard-Schönchen Heidi Klum ähnliche Summen dafür, dass es sich grinsend mit einem Burger in der Hand ablichten lässt.

Man kann niemanden verbieten, solche Investitionen zu tätigen. Wenn die Aktionäre der Deutschen Bank der Meinung sind, Herr Ackermann sei diese Summe wert, so ist es ihr gutes Recht, ihn so hoch zu bezahlen. Die logische Konsequenz, die man politisch ziehen könnte um gegenzusteuern, wäre es, die Steuergesetzgebung zu verändern. Auch Herr Ackermann wird trotz seines offiziellen Wohnsitzes an der „Züricher Goldküste“, im Rahmen des Doppelbesteuerungsabkommens, seine Bezüge nach deutschem Recht und zu Gunsten des deutschen Fiskus versteuern müssen.

Und immer, wenn Du glaubst, blöder geht es nicht mehr, kommt von irgendwo ein Merkel her - wenn die Politik die Bezüge der Top-Manager anstößig findet, so muss sie handeln und keine Sonntagsreden halten. Eine schrittweise Erhöhung des Spitzensteuersatzes, gekoppelt mit einer Verringerung der Abschreibemöglichkeiten würde ausreichen, um die Bezüge der Ackermänner sozial umzuverteilen, ohne dass sich jemand über die Gier der Manager echauffieren müsste. 75% Einkommensteuer auf jeden Euro, der über dem Einkommen von 1 Mio. Euro pro Jahr erzielt wurde, und man könnte vom Marktwert der Ackermänner (2006 bezogen die Vorstände der 30 Dax-Unternehmen zusammen 560 Mio. Euro) rund 100.000 Schüler unterrichten...

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:: Wie die GfK Deutschland reicher rechnen will ::

· tar, den 23.12.07 in Deutschland, Liberalismus, Lügen, Medien, Probleme, Soziales, Wirtschaft

Quelle: spiegelfechter.com

700 Euro soll jeder Deutsche im nächsten Jahr durchschnittlich mehr in der Tasche haben, so meldet es die GfK in ihrer aktuellen Studie zur Kaufkraft. Den SPIEGEL verleitet dies zu der kühnen Überschrift “Kaufkraft-Boom 2008 - Deutsche werden wieder reicher”. 700 Euro mehr für jeden Deutschen? Dies wären rund 57 Mrd. Euro, was alleine 1,8% BIP-Zuwachs entspräche.

Schaut man sich die Grundlagen der GfK-Studie an, so kommt man aus dem Staunen nicht mehr heraus - 3,8% Kaufkraftzuwachs nimmt die GfK für das kommende Jahr an. Staatliche Leistungen und Transfergelder, deren Steigerung wesentlich geringer ausfällt oder deren Höhe sogar stagniert, sind hier mit einbezogen. Das Bundesfinanzministerium geht in seiner aktuellen Steuerschätzung für 2008 von einer Steigerung der Löhne und Gehälter in Höhe von 3,1%, und bei den Unternehmens- und Vermögenseinkommen von 5,7% aus. Die Zahl der Transfereinkommensempfänger (Rente, ALG I und II) beträgt rund 23,7 Millionen. Rentner werden ab dem 1. Juli 2008 nach Schätzungen von Experten rund 1,05% mehr bekommen, auf das Jahr gerechnet, sind dies 0,53%. Zusammen mit den stagnierenden Bezügen der Arbeitslosen wären dies pro Nase “stolze” 52 Euro (Basis: Mikrozensus 2005 und Deutsche Rentenversicherung 2006) oder 0,49%. Um auf eine Steigerung von 3,8% pro Kopf zu kommen, müßten die Einkommen der Erwerbspersonen um stolze 6% steigen. Wer an eine solche Entwicklung glaubt, glaubt sicher auch den Weihnachtsmann...

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:: Ex-Citigroup-CEO Weill: Finanzkrise wird sich verschlimmern ::

· tar, den 23.12.07 in Amerika, Deutschland, Krise, Liberalismus, Probleme, Wirtschaft

Quelle: wiwo.de

"Zusammenarbeit notwendig". Der ehemalige Chef der Citigroup Sandy Weill rechnet damit, dass sich die weltweite Finanzkrise weiter verschärfen wird. „Wir stehen erst am Anfang. Ich glaube, die Dinge werden schlechter, bevor sie sich verbessern“, sagte Weill im Interview mit der WirtschaftsWoche.

Für die Krise machte er das leichtsinnige Verhalten zahlreicher Banken verantwortlich. „Einige haben die elementaren Grundlagen der Risikokontrolle ignoriert“, meinte er. Explizit kritisierte Weill auch das System der Ratingagenturen. „Sie sollen den Käufer schützen und werden dafür vom Verkäufer bezahlt. Da sollte sich etwas ändern.“ Um die Auswirkungen der Krise zu begrenzen, hält er auch ein Eingreifen der Politik für erforderlich.

Sonst könnten ganze Gemeinden in den USA bedroht sein, wenn die Zahl der Zwangsversteigerungen weiter steigt. Weill plädierte zudem für eine bessere Kontrolle der Finanzmärkte: „Die Branche braucht eine Aufsicht, die ein wirklich breites Wissen über alle Spieler in diesem Geschäft besitzt.“ Er selbst erklärte sich bereit, sich an einem weltweiten Beratergremium erfahrener Banker zu beteiligen, das Regierungen und Behörden in Krisenfällen unterstützten könne...

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