Datum: 26.01.2010
Betreff: einstufiges Finanzsystem
Sehr geehrter Herr Professor Doktor Huber,
mein Name ist Mario Schieschnek, ich bin Student der Wirtschaftswissenschaften, genauer Wirtschaftsinformatik, im 3. Semester der TU Chemnitz und befasse mich seit Ende 2005 autodidaktisch mit unserem Geld- & Bankensystem.
Nachdem mir der Vorschlag eines einstufigen Geldsystems, also einer 100% Mindestreservedeckung, bis noch vor 2 Wochen als notwendig zur Stabilisierung des gesamten Finanzsystems erschien, habe ich diese Auffassung anhand der historischen Entstehung von Geld und Zins nun revidiert und möchte Ihnen diese Erkenntnis keinesfalls vorenthalten.
Historisch ist Geld tatsächlich aus der Leihe eines lebensnotwendigen Gutes entstanden - höchstwahrscheinlich handelte es sich dabei um Getreide, da es nicht nur als Nahrung, sondern gleichzeitig als Zwangsabgabe an die Regierung steuerschuldbefreiend war. Es ist aber für den weiteren Verlauf vollkommen egal, um was es sich konkret gehandelt haben mag.
Wichtig ist nur, dass der Verleiher dieses Gutes ein Dokument über eben diese Leihe verfasst hatte. Die dokumentierte Forderung war geboren - und damit das Geld. [weiterlesen...]



